Die meisten Agile PLM-Anwender unterschätzen, wie viel Arbeit hinter einer PLM-Migration steckt. Oberflächlich betrachtet sieht es wie eine technische Übung aus: Daten extrahieren, in ein neues System übertragen, Integrationen neu verbinden – fertig. In Wirklichkeit berührt eine PLM-Umstellung einige der kritischsten Prozesse im Unternehmen – wie Produkte definiert werden, wie Änderungen gesteuert werden und wie die Entwicklung mit der Fertigung, der Qualitätssicherung und den Lieferanten zusammenarbeitet, und bietet zugleich die Chance zur Modernisierung der gesamten IT-Landschaft.

Da Oracle angekündigt hat, dass der Premier Support für Agile PLM im Dezember 2027 ausläuft, erkennen viele Unternehmen allmählich, dass es nicht einfach nur darum geht, ein Tool zu ersetzen. Die eigentliche Frage ist, wie man vorankommt, ohne die Systeme und Prozesse zu stören, die die Produktentwicklung unterstützen – wobei moderne KI- und Analytik-Lösungen heute eine entscheidende Rolle spielen, um den Produktentwicklungsprozess zu beschleunigen, Designmängel frühzeitig zu erkennen und Kosten zu optimieren.

Richtig durchgeführt ist eine solche Migration nicht nur ein Ersatzprojekt. Sie kann eine Gelegenheit sein, die Verwaltung von Produktdaten im gesamten Unternehmen zu modernisieren.

Was das Ende des Supports für Nutzer von Oracle Agile PLM wirklich bedeutet

Oracle bestätigte im Jahr 2025, dass der Premier Support für Agile PLM im Dezember 2027 auslaufen wird. Das offizielle End-of-Life-Datum ist der 31. Dezember 2027 – ab diesem Zeitpunkt wird das Produkt nicht mehr unterstützt, was bedeutet, dass Unternehmen und Nutzer gezwungen sind, auf andere Tools zu migrieren, um weiterhin wettbewerbsfähig und compliant zu bleiben. Danach erhält die Plattform keine Updates oder Sicherheitspatches mehr, und es wird nur noch ein begrenzter Wartungssupport zur Verfügung stehen.

Technisch gesehen wird das System weiterhin laufen. Nach dem End of Life werden jedoch keine neuen Features, Upgrades oder Sicherheits-Patches mehr bereitgestellt, sodass Unternehmen auf veraltete Funktionalitäten angewiesen sind und keine Innovationen mehr nutzen können. Der Betrieb einer kritischen Unternehmensplattform ohne Hersteller-Support bringt jedoch eine Reihe von Herausforderungen mit sich, die mit der Zeit tendenziell zunehmen.

Das erste Problem ist die Sicherheit. Sobald keine Patches mehr bereitgestellt werden, bleiben neu entdeckte Schwachstellen ungelöst. In einer PLM-Umgebung kann dies hochsensible Daten offenlegen – Produktdesigns, technische Dokumentationen, Lieferanteninformationen und Compliance-Aufzeichnungen.

Hinzu kommt der Compliance-Aspekt. Viele Branchen sind auf eine strenge Rückverfolgbarkeit und Überprüfbarkeit von Produktdaten angewiesen. Wenn Kernsysteme vom Anbieter nicht mehr unterstützt werden, tauchen bei behördlichen Überprüfungen oder Zertifizierungsaudits häufig Fragen auf. Unternehmen, die weiterhin auf Agile PLM setzen, sehen sich zudem mit steigenden Kosten für die Wartung veralteter Systeme konfrontiert und riskieren Non Compliance, was zu rechtlichen und operativen Problemen führen kann.

Schließlich gibt es noch die betriebliche Realität. Die Wartung von Altsystemen wird zunehmend schwieriger, während sich die umgebenden Systeme weiterentwickeln. Integrationen werden instabil, Anpassungen häufen sich an, und interne Teams verbringen mehr Zeit mit der Wartung des Systems als mit dessen Verbesserung.

Für viele Unternehmen stellt sich daher nicht die Frage, ob Agile nach 2027 plötzlich nicht mehr funktionieren wird. Das Problem ist vielmehr, dass das System nach und nach schwerer zu sichern, schwerer zu integrieren und schwerer weiterzuentwickeln wird. Die Herausforderungen bei der Migration auf moderne PLM-Lösungen sind erheblich – insbesondere in Bezug auf Datenmigration, Systemintegration und Benutzerschulung – weshalb Unternehmen und Nutzer frühzeitig handeln sollten, um Risiken und Kosten zu minimieren.

Agile-Anwender blicken über einen einfachen Austausch hinaus

Wenn Agile-Kunden beginnen, ihre Optionen zu evaluieren, empfiehlt Oracle ihnen natürlich die Migration zu Oracle Fusion Cloud PLM.

Für manche Unternehmen kann dies ein gangbarer Weg sein. Viele Unternehmen treten jedoch einen Schritt zurück und stellen eine umfassendere Frage: Wenn wir ohnehin in eine umfassende PLM-Umstellung investieren müssen, sollten wir dann nicht die gesamte Landschaft neu bewerten, um sicherzustellen, dass die neuen Lösungen den modernen needs und Anforderungen der Organisation gerecht werden?

Eine Product Lifecycle Management-Plattform ist nicht nur ein weiteres IT-System. Sie steht im Zentrum der Produktentwicklungsprozesse und verbindet Engineering, Fertigung, Qualität und Service. Die Migration auf eine neue Plattform wirkt sich daher nicht nur auf PLM-Daten aus, sondern auch auf Prozesse, Integrationen und Arbeitsweisen. Die Integration von PLM- und ERP-Systemen ist entscheidend, um durchgängige digitale Prozesse in der Organisation zu schaffen, manuelle Arbeiten zu automatisieren und die Effizienz zu steigern. Eine nahtlose Integration zwischen PLM und ERP ermöglicht zudem eine zentrale Datenverfügbarkeit, sodass Konstrukteure effizienter arbeiten und schneller auf Änderungen reagieren können. Unternehmen, die PLM- und ERP-Systeme erfolgreich integrieren, profitieren von einer verbesserten Transparenz und Nachverfolgbarkeit, was insbesondere in regulierten Branchen von Bedeutung ist.

Aus diesem Grund entscheiden sich viele Unternehmen dafür, mehrere führende PLM-Lösungen zu evaluieren, bevor sie ihre langfristige Ausrichtung festlegen. Unternehmen müssen zudem sicherstellen, dass ihre Mitarbeiter auf die neue Benutzeroberfläche und die erweiterten Funktionen des neuen PLM-Systems geschult werden, um eine reibungslose Akzeptanz und Nutzung zu gewährleisten. Regelmäßige Schulungen sowie Change-Management-Maßnahmen sind wichtig für die Endbenutzer und den nachhaltigen Erfolg der Transformation in der Organisation.

Warum Windchill oft Teil der Diskussion wird

Eine Plattform, die häufig in diese Evaluierungen einfließt, ist PTC Windchill – eine moderne Plattform mit fortschrittlichen Features und leistungsstarkem Product Data Management (PDM), die speziell für die zentrale Verwaltung und Integration von Produktdaten in komplexen Unternehmensumgebungen entwickelt wurde.

Windchill wird seit Jahren in Branchen eingesetzt, in denen Produkte komplex sind und Konstruktionsprozesse eine strenge Kontrolle erfordern – Luft- und Raumfahrt, Verteidigung, Industrieausrüstung, Automobilindustrie und Hightech-Fertigung.

Aus der Perspektive von Agile-Kunden liegt einer der Hauptunterschiede darin, wie das System Produktdaten verwaltet. Agile-Umgebungen konzentrieren sich oft auf Datensätze, Dokumente und Genehmigungsworkflows. Windchill geht das Problem anders an, indem es das Lebenszyklusmanagement direkt in die Produktstruktur und -konfiguration einbettet.

Dieser strukturzentrierte Ansatz ermöglicht eine stärkere Kontrolle darüber, wie sich Produkte über Engineering, Fertigung und Service hinweg entwickeln.

Integration ist ein weiterer wichtiger Aspekt. Moderne Engineering-Umgebungen sind auf einen konsistenten Datenaustausch zwischen PLM, CAD, ERP, MES und anderen Unternehmenssystemen angewiesen. Windchill bietet ausgereifte Integrationsfunktionen, offene APIs und CAD-neutrale Tools, die dabei helfen, diese Verbindungen über die gesamte digitale Landschaft hinweg aufrechtzuerhalten.

Ein weiterer Faktor, den viele Unternehmen schätzen, ist die Flexibilität bei der Bereitstellung. Im Gegensatz zu einigen rein SaaS-basierten PLM-Plattformen kann Windchill je nach regulatorischen, sicherheitstechnischen oder infrastrukturellen Anforderungen unterschiedliche Bereitstellungsstrategien unterstützen.

Eine PLM-Migration ist niemals nur eine Datenmigration

Eines der größten Missverständnisse bei PLM-Projekten ist, dass Migration in erster Linie bedeutet, Daten von einer Datenbank in eine andere zu verschieben.

In Wirklichkeit liegt der wichtigste Teil des Projekts meist woanders: darin, zu definieren, wie das neue System die Produktentwicklung künftig unterstützen soll, und eine klare Datenmigrationsstrategie festzulegen, die auf zukünftige Prozesse und Geschäftsziele abgestimmt ist. Dabei stehen Unternehmen vor zahlreichen Herausforderungen, wie der Komplexität bestehender Systeme, der Integration neuer Funktionen und der Schulung der Nutzer. Eine sorgfältige Vorbereitung, insbesondere im Hinblick auf Datenbereinigung und -normalisierung, ist entscheidend, um Risiken zu minimieren und die Migration erfolgreich zu gestalten. Die Migration von Oracle Agile PLM zu modernen Systemen erfordert eine gründliche Datenbereinigung und -normalisierung, damit alle relevanten Informationen wie Stücklisten, CAD-Dateien und Änderungsdokumente korrekt übertragen werden. Daten müssen vor der Migration bereinigt, angereichert und Dubletten entfernt werden. Die Qualität der vorliegenden Daten muss vor dem Start eines Migrationsprojekts analysiert werden, da unzureichende Datenqualität zu erheblichen Problemen während der Migration führen kann. Unternehmen sollten die Datenbereinigung und -pflege im Rahmen der Migration auf ein neues Fundament stellen, um sicherzustellen, dass die Daten konsistent und aktuell sind.

Oracle Agile und Windchill basieren auf unterschiedlichen konzeptionellen Modellen. Agile Implementierungen sind in der Regel datensatzorientiert und workflowgesteuert. Viele Prozesse drehen sich um Dokumente, Elemente und Genehmigungsabläufe.

Windchill ist grundsätzlich strukturorientiert. Produktkonfigurationen, Lebenszyklusstatus und Änderungsmanagement sind eng mit der Produktstruktur selbst verknüpft. Hier spielt das Product Data Management (PDM) eine zentrale Rolle, da es die Verwaltung und Zentralisierung von Produktdaten ermöglicht und so die Zusammenarbeit, Compliance und Effizienz in den Bereichen Design, Manufacturing und Quality Management verbessert. Die Qualität und Konsistenz der Informationen ist dabei essenziell für effiziente Entscheidungen und die Nachverfolgung von Defekten.

Aufgrund dieses Unterschieds ist es selten sinnvoll, Agile-Workflows eins zu eins in Windchill zu replizieren. Die meisten Unternehmen nutzen stattdessen die Gelegenheit, bestehende Prozesse zu überprüfen und an moderne PLM-Praktiken anzupassen. Ein strukturierter Ansatz zur Datenmigration, der die Analyse und Standardisierung von Produktdaten umfasst, ist entscheidend für den Erfolg der PLM-Migration. Zudem sollte eine Archivierungsstrategie entwickelt werden, die eine sichere und zugängliche Umgebung für historische Daten bereitstellt.

Diese Neugestaltung mag zunächst wie zusätzlicher Aufwand erscheinen, doch genau hier zeigt sich in der Regel der wahre Wert eines Migrationsprojekts.

Wie ein echter Migrationsprozess in der Praxis aussieht

Um die Komplexität solcher Transformationen zu veranschaulichen, skizziert das folgende Beispiel eine typische Migration von Oracle Agile PLM zu Windchill. Für eine erfolgreiche Oracle Agile PLM Migration sind erfahrene Experten und ein starker Partner mit umfassender Erfahrung im Bereich PLM- und CAD-Integration unerlässlich, um Herausforderungen wie Interoperabilität, Datenqualität und Change Management professionell zu meistern. Es hebt die wesentlichen Unterschiede in den Datenmodellen und die Arten von Entscheidungen hervor, die erforderlich sind, um ein sauberes und nutzbares Ergebnis zu gewährleisten.

Während des Migrationsprozesses ist es entscheidend, robuste Protokolle zum Schutz sensibler geistiger Eigentumsrechte zu implementieren, um die Sicherheit unternehmensrelevanter Informationen zu gewährleisten. Eine phasenweise Migration kann dabei helfen, Ausfallzeiten für das Unternehmen zu minimieren und die Kontinuität der Geschäftsprozesse sicherzustellen. Nutzer sind häufig an bestehende Workflows gewöhnt, was zu Akzeptanzproblemen führen kann – ein gezieltes Change Management ist daher essenziell. Zudem können veraltete Datensätze, doppelte Einträge oder gebrochene Referenzen bei CAD-Modellen den Import erheblich behindern. Ein reiner „Lift-and-Shift”-Ansatz ohne vorherige Datenbereinigung ist selten erfolgreich und kann die Qualität des Produktdatenmanagements (PDM) und der nachgelagerten Anwendungen negativ beeinflussen.

Teile und Dokumente

In Agile werden sowohl Teile als auch Dokumente als generische Items gespeichert und durch ein Klassenattribut unterschieden. In Windchill sind sie eigenständige Objekttypen mit unterschiedlichem Verhalten.

Dies erfordert:

  • Zuordnung von Agile-Klassen zu Windchill-Soft-Typen
  • Zuweisung von Produktkontexten basierend auf Produktlinien
  • Rekonstruktion fehlender Attribute wie Objektnamen aus Beschreibungen
  • Normalisierung von Freitext-Revisionen in ein strukturiertes Revisionsschema

Dateien und Anhänge

Agile erlaubt das Anhängen von Dateien sowohl an Teile als auch an Dokumente, ohne den primären Inhalt zu unterscheiden. Windchill erzwingt einen strukturierteren Ansatz.

Während der Migration:

  • Der primäre Inhalt muss explizit definiert werden
  • An Teile angehängte Dateien müssen in Dokumentobjekte konvertiert werden
  • Es sind Regeln erforderlich, um zu entscheiden, ob Dateien gruppiert oder getrennt werden

Änderungsmanagement

Agile verwendet einen einzigen Objekttyp für alle Änderungsprozesse, während Windchill zwischen verschiedenen Änderungsobjekten unterscheidet.

Dies erfordert:

  • Klassifizierung von Änderungen anhand von Attributen wie dem Änderungstyp
  • Zuordnung zu entsprechenden Windchill-Objekten (z. B. Änderungsmitteilungen, Abweichungen)
  • Sicherstellung, dass nur relevante Änderungen die Teilerevisionen beeinflussen

Stücklistenstrukturen

Der Unterschied in der Stücklistenverwaltung ist eine der größten Herausforderungen.

  • Agile speichert für jede Revision einen vollständigen Stücklisten-Snapshot
  • Windchill verknüpft Stücklisten mit der übergeordneten Teilerevision und löst untergeordnete Versionen dynamisch auf

Die Migration muss daher:

  • Mengen und Struktur beibehalten
  • Fehlende Attribute wie Maßeinheiten ableiten
  • Referenzbezeichnungen in strukturierte Vorkommen umwandeln

Hersteller und AML

Agile speichert Hersteller- und AML-Daten (Approved Manufacturer List) in relativ flachen Strukturen.

Um die Rückverfolgbarkeit zu gewährleisten:

  • Werden Herstellerdaten dedizierten Objekten zugeordnet
  • Wird die AML-Historie durch den Vergleich von Revisionen und die Verfolgung von Änderungen im Zeitverlauf rekonstruiert

Beziehungen zwischen Teilen und Dokumenten

In Agile haben Beziehungen zwischen Teilen und Dokumenten dieselbe zugrunde liegende Struktur wie Stücklistenverknüpfungen.

Während der Migration müssen diese Beziehungen interpretiert und neu klassifiziert werden, damit sie in Windchill korrekt Folgendes darstellen:

  • Beschreibende Dokumente
  • Referenzdokumente

Ergebnis

Aufgrund dieser Unterschiede erfordert eine erfolgreiche Migration mehr als nur eine Datenübertragung. Sie hängt von sorgfältiger Zuordnung, Datenbereinigung und Transformationslogik ab.

Bei korrekter Durchführung ist das Ergebnis ein sauberer, konsistenter und Windchill-nativer Datensatz, der die technische Absicht bewahrt und gleichzeitig eine stärkere Grundlage für die zukünftige Entwicklung bietet.

Eine gut geplante Migrationsstrategie – eine Chance zur Vereinfachung der Systemlandschaft

In vielen Unternehmen existiert Agile PLM nicht isoliert. Im Laufe der Zeit werden zusätzliche Systeme eingeführt, um CAD-Daten, Fertigungsinformationen, die Zusammenarbeit mit Lieferanten oder Servicedokumentation zu verwalten.

Diese Tools wachsen oft durch Anpassungen und interne Entwicklungen. Sie lösen zwar spezifische Probleme, erhöhen aber auch die Komplexität und die Wartungskosten.

Die Migration auf eine moderne PLM-Plattform ist ein entscheidender Schritt zur Modernisierung und Transformation von Businesses, da sie nicht nur die technische Infrastruktur aktualisiert, sondern auch die Wettbewerbsfähigkeit und Innovationskraft von Unternehmen stärkt. Cloud-native PLM-Lösungen bieten eine nahtlose Skalierbarkeit, sodass Unternehmen ihre Kapazitäten flexibel anpassen können, ohne in teure Hardware investieren zu müssen. Zudem ermöglichen cloud-native Systeme eine verbesserte Integration mit anderen Anwendungen und Plattformen, was die Effizienz und Zusammenarbeit zwischen verschiedenen Abteilungen deutlich erhöht.

Der Umstieg auf eine moderne PLM-Lösung bietet die Chance, diese Landschaft zu vereinfachen und Produktinformationen in einer einzigen Umgebung zu konsolidieren.

Bei richtiger Umsetzung entsteht so ein übersichtlicheres Produktdaten-Backbone und eine wesentlich stärkere Grundlage für das, was viele Unternehmen heute als „Digital Thread“ bezeichnen.

Warum frühzeitige Planung wichtig ist

Auch wenn 2027 noch weit entfernt erscheint, sind PLM-Transformationen selten kurze Projekte. Je nach Komplexität der Umgebung dauern sie oft 12 bis 24 Monate von der Bewertung bis zur vollständigen Einführung.

Unternehmen, die frühzeitig mit der Planung beginnen, haben Zeit, Optionen zu evaluieren, die zukünftige Architektur zu definieren und die Migration kontrolliert durchzuführen.

Wer zu lange wartet, sieht sich oft gezwungen, unter Zeitdruck reaktive Entscheidungen zu treffen.

Zusammenfassend lässt sich sagen…

Das Ende des Supports für Oracle Agile PLM ist ein bedeutender Meilenstein, muss aber keine Krise sein.

Für viele Unternehmen ist es ein Moment, einen Schritt zurückzutreten und zu überdenken, wie Produktdaten über den gesamten Lebenszyklus hinweg verwaltet werden sollten.

Die weitere Nutzung nicht mehr unterstützter Software erhöht schrittweise die Betriebs- und Sicherheitsrisiken. Der Umstieg auf eine moderne PLM-Plattform bietet hingegen die Chance, die Governance zu verbessern, die Zusammenarbeit zu stärken und ein widerstandsfähigeres digitales Rückgrat für die Produktentwicklung zu schaffen.

Der Schlüssel liegt darin, den Übergang frühzeitig anzugehen und ihn nicht einfach als technische Migration zu betrachten, sondern als Chance, die Rolle von PLM im Unternehmen weiterzuentwickeln.