Transition Technologies PSC und Finsa – einer der führenden europäischen Hersteller von Holzwerkstoffen – haben ein gemeinsames Projekt gestartet, um ein System zur vorausschauenden Instandhaltung zu entwickeln und in sechs Produktionswerken in Spanien einzuführen. Gemeinsam erarbeiten beide Teams eine Lösung zur Überwachung von über 900 Maschinen mit dem Ziel, die Instandhaltungsstrategie von Finsa von einem reaktiven Ansatz auf einen datengesteuerten umzustellen. Das Projekt kombiniert industrielle Vernetzung, KI-gestützte Analysen und ERP-Integration in einer realen Produktionsumgebung.
Finsa wurde 1931 in Santiago de Compostela gegründet und beschäftigt heute über 3.300 Mitarbeiter, erwirtschaftet einen Jahresumsatz von mehr als 1 Milliarde Euro und ist in über 60 Märkten tätig.

Die Herausforderung
In der holzverarbeitenden Industrie kann der Ausfall einer einzigen kritischen Maschine – einer Presse, einer MDF-Anlage oder eines Motors – einen erheblichen Teil der Produktionsleistung eines Werks zum Erliegen bringen. Finsa strebt den Übergang von einem reaktiven Instandhaltungsmodell zu einer datengesteuerten Strategie an, die technische Probleme vorhersagt, bevor sie zu kostspieligen Ausfallzeiten führen.
Projektumfang
Die Lösungsarchitektur stützt sich auf drei Säulen:
- Industrielle Konnektivität. Die Kepware-Plattform ermöglicht eine sichere Datenerfassung von Maschinen. Das Team von Finsa entwirft und installiert die Sensoren, während TT PSC die Infrastruktur für die Signalaufbereitung und -übertragung bereitstellt.
- Analytik und KI. Die ThingWorx-Plattform in Kombination mit Machine-Learning-Modellen ermöglicht eine Echtzeit-Analyse des Schwingungsspektrums, Trendanalysen und die frühzeitige Erkennung von Lageranomalien, bevor sich Störungen zu Ausfällen ausweiten.
- SAP-Integration. Das System generiert automatisch Arbeitsaufträge im Instandhaltungsmodul von SAP, sobald eine Anomalie erkannt wird, und versorgt die technischen Teams zum richtigen Zeitpunkt mit kontextbezogenen Informationen über die erforderlichen Maßnahmen.
Projektziele
Ziel des Projekts ist die Senkung der Instandhaltungskosten. Über die reinen Zahlen hinaus besteht das Ziel darin, den Teams von Finsa die Möglichkeit zu geben, zu handeln, bevor Ausfälle auftreten – wodurch sowohl ungeplante Ausfallzeiten als auch unnötige Inspektionen vermieden werden. Die Ergebnisse werden validiert, sobald das System an allen sechs Standorten eingeführt und optimiert ist.
Dies ist keine gewöhnliche Technologieeinführung – es handelt sich um eine gemeinsame ingenieurstechnische Leistung. Gemeinsam mit dem Team von Finsa verbinden wir die industrielle Konnektivität von Kepware, die Analysen und ML-Modelle von ThingWorx sowie die automatische Generierung von Arbeitsaufträgen in SAP zu einem kohärenten System, das auf reale Produktionsbedingungen zugeschnitten ist. Wir haben klare Ziele und finden gemeinsam den besten Weg dorthin. Genau so entsteht sinnvolle industrielle KI.

